Samstag, 9. August 2008

Welcome Family

Das Welcome-Family Programme ist ganz allgemein dazu da, neu ankommenden Studierenden aus anderen Ländern die Chance zu geben, sich mit Hilfe des familiären Umfelds in Winnipeg einzugewöhnen. Die Welcome Family holt einen am Flughafen ab und sorgt für ein Bett und warmes Essen.
Als die Koordinatorin für das Welcome-Family Programm vor vielen Wochen schrieb, dass es dauern könne, bis sie alle Internationals den passenden Familien zugeteilt habe, rechnete ich noch nicht damit, dass ich so lange warten müsste.
Heute war es dann doch endlich soweit und ich erhielt den Bescheid über meine "Familie" in Kanada. Es handelt sich um Theresa und Jeremy, ein relativ junges Ehepaar mit einer winzig kleinen Tochter. Wird also meine erste Begegnung mit einem toddler sein, worauf ich schon echt gespannt bin.
Aber das Foto, das sie mir schickten, zeigt sympathische Menschen und auch in der e-mail von Theresa klang alles sehr unkompliziert.
Leider werde ich wohl wirklich nur für wenige Tage bei ihnen bleiben können, da sie wohl Anfang September verreisen. Es hieß aber seitens der Koordinatorin, dass sie mir eventuell auch ein Zimmer zur Untermiete anbieten könnten, falls ich das wolle.
Sollte sich jedoch herausstellen, dass ich, wie es momentan geplant ist, bei Ela und Rachelle erstmal wohnen kann, werde ich das Angebot wohl ablehnen. Studentenbude gefällt mir dann doch besser als Kleinfamilienhaushalt. :-)

Noch ein kurzes Update zur momentanen Stimmungslage:
wechselhaft, zeitweise heiter, zeitweise schwer bewölkt, manchmal regnerisch. Irgendwie pubertär, diese Schwankungen.
Träume schlecht, vielleicht ist es die Aufregung...
Und vor allem bin ich schlecht im Abschied nehmen und hoffe immer, dass keiner dran denkt, dass es vielleicht das letzte Treffen für die kommenden 10 Monate sein wird.

[Edit]: Zugegeben: manchmal bin ich ein wenig zu dramatisch und rückblickend betrachtet, sind die Zeilen, die aus einer solchen Stimmungslage entstehen, auch ein wenig peinlich..
Das mulmige Gefühl baut sich jedenfalls schrittweise ab und abgesehen von der leichten Angst, zum ersten Mal in meinem Leben so etwas wie Heimweh zu bekommen, freue ich mich wirklich auf all das Neue, was da kommen mag. :-)

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schatzkatz, das klingt doch wirklich eigentlich sehr gut alles!!
... bis auf die emotionalen Sachen. Aber hey, denk immer dran, dass Du spätestens am 24. August nicht mehr daran denken wirst, dass Du Abschied genommen hast (die "Zurückgebliebenen" werden es hingegen schon noch daran denken), denn Du wirst jeden Tag soviele spannende Dinge erleben und sehen und erfahren, dass Dir der 23. August meilenweit weg erscheint.
Dass Du vermisst wirst, ist klar - und auch, dass Du von Zeit zu Zeit vermissen wirst. Aber allein wenn ich an mein Auslandsjahr denke, kommt es mir nur wie eine Minute oder höchstens Stunde in meinem Leben vor - und bei mir waren es sogar 14 Monate. Was jetzt schrecklich erscheint, ist in 3 Jahren fast auf tragische Weise vergessen.
Und Du weißt ja auch: wen man liebt, muss man gehen lassen! :o)

Anonym hat gesagt…

ich kann mich hero nur anschließen, das klingt doch alles sehr gut :)

Hannah-Joe hat gesagt…

Hey danke für deinen lieben Kommentar in meinem Blog! :)
Freut mich, dass wenigstens du schon bescheid weißt wegen der Gastfamilien. Wird bestimmt total schön!
Und mach dir nicht so viele Gedanken, denn die 10 Monate sind schneller vorüber als du denkst. Bist ja dann nicht aus der Welt, denn solche geographischen Entfernungen bedeuten heute eh nichts mehr... :)