Heute ist mein erster Ferientag in Kanada. Unglaublich, dass schon drei Monate Uni vergangen sind. Unglaublich, dass ich in dieser Zeit so viele Romane wie schon lange nicht mehr gelesen habe. Und noch unglaublicher, dass ich von all den vielen Romanen zwei sogar zum Spaß gelesen habe (sehr zu empfehlen: Suzette Mayr: Moon Honey, Aritha Van Herk: No Fixed Address und Jeanette Winterson: Oranges are not the only fruit)!
Am Montag Morgen geht dann aber erstmal das bücherlose Ferienprogramm los: die Reise nach Vancouver beginnt. Zusammen mit Clara werde ich dort 6 Tage verbringen und die Stadt ansehen und mich wieder daran erinnern, dass das Fehlen einer Landschaft, wie das nun mal in Winnipeg ist, wirklich direkte Auswirkungen auf das Denken, das Fühlen und das Handeln hat. D.h. ich freue mich richtig, mal aus Winnipeg herauszukommen und diese ganz andere Seite Kanadas kennenzulernen!
Natürlich stecke ich mitten in den Reisevorbereitungen: Wäsche waschen, Duschkram kaufen, Backpack organisieren, Reiseführer wälzen und vor allem Geld beiseite legen. Da mein Taschengeld ja auf ein deutsches Konto überwiesen wird, ich es dann anschließend abhebe und auf ein kanadisches Konto transferiere, bin ich stets über den Wechselkurs des Euro in Kanada informiert. Und heute ist mein Glückstag: der Wechselkurs ist deutlich gefallen: von 1,65 Dollar pro Euro auf 1,61 Dollar pro Euro! Also ist heute der beste Tag, das Geld umzutauschen. Dass es draußen seit Tagen um die -15 Grad sind, soll mich auch mal nicht stören, erstens wird es noch kälter und zweitens fahre ich dann eben mit dem Bus zur Bank!
Demnächst gibts dann auch ein Bild von unserem Weihnachtsbaum, der seit einigen Tagen aufgebaut ist. Ein (Alb)traum in Plastik mit Schneespray und Lamettagirlanden... Aber was solls, meine Mitbewohnerin ist großer Christmas-Fan und ich würde ihr die Seele zerreißen, würde ich mich bei der Baumdekoration einmischen. Für den Heiligabend ist eine Feuerzangenbowlenparty geplant, für den 25. ein Potluck-Dinner und dann wohl am 26. Boxing Day Shopping... Bin mal gespannt, wie das werden wird. Aber langweilig wird mir sicher nicht werden. Wobei ich auch glaube, dass mir Familie und Freunde von zuhause sehr fehlen werden.
Aber bevor ich jetzt zu rührselig werde, ziehe ich meine drei Klamottenlagen an, zwänge mich in meine Winterstiefel und trotte tapfer zum Dollarstore um meine Mini-Reiseutensilien zu kaufen... Bin mal gespannt, ob der Wind wieder so kalt ist, dass die Nasenlöcher anfrieren.
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Vancouver, Wechselkurse, Bücher, Ferien, Weihnachten
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1 Kommentar:
Ich hab auch wieder eine Weihnachtsbaum aufgebaut :) Erinnert dann doch an letztes Jahr...
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