Obwohl sozialisieren etwas sehr angenehmes ist und ich auch sehr bemüht bin, dem Folge zu leisten, muss und will ich meine studentische Karriere hier wirklich nicht vernachlässigen. Bisher fällt es mir noch ein wenig schwer, in den Studientrott hineinzufinden, ich schiebe das darauf, dass meine Uni-Uhren noch auf deutscher Zeit laufen, wo das Semester sehr kurz ist und erst Ende Oktober beginnt.
Aber die Seminare sind bisher wirklich ok, vor allem auch deswegen, weil die Dozenten sehr sehr nett sind. Das Verhältnis ist überdurchschnittlich kollegial und als Deutsche muss ich wirklich aufpassen, dass ich das nicht missverstehe und den respektvollen Abstand weiterhin wahre.
Aus einer Laune heraus schrieb ich vor drei Tagen eine e-mail ans German Department der UoM, in der ich eine Professorin fragte, ob ich mich denn in Deutschkurse als Zuhörerin setzen könnte, ganz einfach nur um zu lernen, wie man ausländischen Studenten Deutsch beibringt. (Denn wie ihr ja sicher wisst, ist DaF mein Zusatzfach, dass ich nicht komplett vernachlässigen sollte...)
Prompt bekam ich eine Antwort, in der mich Frau Heberger (so heißt die Professorin) in ihr Büro bat, um alles persönlich zu besprechen. Das tat ich dann heute und wurde wärmstens empfangen, mit einer Menge Materialien und vielen Angeboten ausgestattet. Künftig werde ich also quasi als Gasthörerin einige Deutschkurse besuchen, sofern ich Zeit habe. Für alles, was ich besuche, bekomme ich Bestätigungen (wie bei einem Praktikum z.B.) und vielleicht kann mir auch etwas als DaF Übung oder ähnliches an der Trierer Uni anerkannt werden (wobei das hieße, dass ich Credits sammeln müsste und das wiederum wird mich erneut Tuition Fees kosten...).
Ich freue mich jedenfalls enorm darüber, dass das so reibungslos geklappt hat und dass die Germanisten an der UoM eine so nette (wenn auch sehr kleine) Gruppe sind. Es gibt sogar einen Deutsch-Club, der sich ab und zu trifft und in dem Studenten mit Muttersprachlern Deutsch üben können. Ich stelle mir darunter in etwa sowas wie den Anglistik-Stammtisch in Trier vor.
Eine deutsche Weihnachtsfeier gibt es auch jedes Jahr, zu der ich eingeladen bin und eine Menge Workshops zum Thema DaF.
Ich will DaF sicher nicht zu meinem SChwerpunkt an der UoM machen, aber ich nehme mit, was mir meine Zeit erlaubt. Und finde es einmal wieder wunderbar, wie locker und unbürokratisch manchmal die Dinge laufen können.
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1 Kommentar:
Hey Babe! Ich hatte mich damals in Santiago ja auch in einen Deutsch-Kurs gesetzt (und so endlich mal Goethe, Schiller etc. richtig behandelt ;o)) - bei mir war der Hauptgrund ja, dass ich an Detuschen interessierte Spanier kennenlernen wollte und nicht nur die berühmt-berüchtigten Internationals ;o). Hat auch echt geklappt. Also insofern thumbs up wegen dieser Deutschkurse, denn so kriegst Du vielleicht auch echt Kontakt zu Kanadiern! :o)
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